Fotografie · Montanwesen
Dokumentarische Fotografie aus Schächten, Strecken und Maschinenräumen des Montanwesens.
Weite Teile der technologischen und gesellschaftlichen Errungenschaften der Menschheit wären ohne den Bergbau kaum denkbar gewesen. Diese Tatsache ist vielen Menschen heute kaum präsent.
Der Bergbau hat seit Jahrtausenden Landschaften, Städte und Biografien geprägt und verschwindet doch zunehmend aus dem Sichtbaren. Umso faszinierender ist die Erleuchtung dieser Bereiche und das fotodokumentarische Festhalten.
Fotografieren untertage bedeutet Arbeiten am Limit: kaum Licht, hohe Luftfeuchte und Nässe, Schmutz und enge Räume. Genau dort entstehen Bilder, die es über Tage nicht geben kann und die die Faszination einer vergangenen Epoche wieder sichtbar werden lassen.
Engagierter Montanfotograf mit einer besonderen Leidenschaft für den historischen Bergbau. Schon seit seiner Jugend beschäftigt er sich mit den Spuren des Altbergbaus im Wispertal und Taunus. Erste Untertageaufnahmen entstanden ab 2009. Mike Wendel ist Mitglied der Arbeitsgruppe Bergbau des Sankt Andreasberger Vereins für Geschichte und Altertumskunde e.V. sowie im Landesverband für Höhlen- und Karstforschung Hessen e.V. tätig. Dort engagiert er sich insbesondere bei der Aufwältigung und Sanierung von Stollen und Schächten im Rahmen von Naturschutzmaßnahmen. Während der Wintermonate führt er in Hessen regelmäßig Zählungen der Fledermauspopulationen in Höhlen, Tunneln und Bergwerken durch.
Im Oktober 2017 verfuhr er seine erste Arbeitsschicht im Sankt Jürgen Stollen des Lehrbergwerks Grube Roter Bär in St. Andreasberg. Im September 2018 gehörte Mike Wendel zu den ersten Befahrern, welche die neu freigelegte Radstube der Grube St. Jacobsglück am Beerberg in Sankt Andreasberg über den Sankt Annen Stollen erreichten und fotografisch dokumentierte. In den folgenden Jahren entstanden zahlreiche Aufnahmen in verschiedenen Gruben, stets geprägt von seinem Streben, die stille Schönheit und Authentizität dieser verborgenen Orte zu bewahren und zugleich neue Perspektiven zu eröffnen.
Seit 2021 ist er auch im Bereich der Berginspection Clausthal tätig und ist Mitglied im Oberharzer Geschichts- und Museumsverein e.V. Im selben Jahr beteiligte er sich an einer Arbeitsschicht im Rupertistollen in Mühlbach am Hochkönig in Österreich und ist seit 2025 Mitglied im dortigen Bergbau- und Heimatmuseumsverein.





